Tipps fürs Schneeschieben

Schneeflöckchen, Weißröckchen – die weiße Pracht ist wie ein Zauber! Doch was Kinderaugen strahlen lässt, bringt Erwachsene eher zum entnervten Stöhnen. Denn sie müssen das weiße Zeug wieder beseitigen. Damit das notwendige Übel nicht auch noch Schwerstarbeit wird, haben wir fünf Tipps, wie Sie ganz clever Schnee schieben können.

1. Bekleidung: Zieht euch warm an!

Bevor man rausgeht, muss man sich natürlich ordentlich warm anziehen. Aber was für einen Bummel durch die Stadt in Ordnung ist, wird für die anstrengende Tätigkeit des Schneeschiebens deutlich zu viel sein. Denn Wege zu räumen ist schweißtreibend und somit gefährlich – schnell könnte eine Erkältung drohen, wenn die Haut feucht und dann klamm wird!

Am besten also mehrere dünne Kleidungsschichten tragen, die zwar wärmen, aber atmungsaktiv sind. Außerdem unbedingt ordentliche Winterstiefel mit gutem Profil, dicke Handschuhe und eine Mütze tragen – denn über den Kopf verlieren wir besonders viel Wärme!

2. Wohin mit dem Schnee?

Machen Sie sich unbedingt einen Plan, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Dabei steht zunächst im Vordergrund, wie Sie doppelte Arbeit vermeiden. Wenn beispielsweise Ihre Straße von einem Schneepflug geräumt wird, könnte es passieren, dass die gerade freigeschippte Einfahrt wieder zugeschoben wird. Warten Sie also so weit möglich, bis die Räumfahrzeuge durch sind.

Auch die Reihenfolge auf dem Grundstück kann wichtig werden: Wenn Sie zum Beispiel Ihr Auto befreien wollen, kehren Sie zuerst den Schnee von der Karosserie und schippen dann erst rund um das Auto. So vermeiden Sie ebenfalls doppelte Handschläge. Und übrigens: Frühaufstehen lohnt sich, denn Neuschnee ist leichter als älterer Schnee!

Auch wichtig: Überlegen Sie sich, wohin der Schnee soll! Denn gerade wenn es anhaltend und reichlich schneit, können diese Massen nicht dauerhaft auf dem Gehweg bleiben. Auch die Straße ist keine Option, da das den Verkehr beeinträchtigt. Am besten, Sie suchen sich eine Rasenfläche und befördern die Schneeberge dorthin. Hier können sie in Ruhe lagern, bis die Schmelze einsetzt.

3. Das richtige Werkzeug muss her!

Abhängig von der zu räumenden Flächengröße und auch der Menge des Schnees sollte das Werkzeug ausgewählt werden.

  • Besen. Fällt nur eine leichte Puderschneeschicht, reicht ein Besen aus Reisig oder mit Plastikborsten meist zum Räumen aus. Mit ihm fegen sich die Wege zügig und einfach. Wer Kopfsteinpflaster oder lose Materialien zu räumen hat, kann ebenfalls zu ihm greifen, da er die Unebenheiten besser ausgleicht.
  • Schneeschieber. Bei größeren Mengen Schnee ist der Schneeschieber eine gute Wahl. Die breitere Schaufel kann aus Holz, Kunststoff oder Aluminium bestehen – eine Teflonbeschichtung ist die royale Variante, an der kein Schnee mehr klebt. Wem das zu teuer ist, der kann seine Schaufel auch mit Möbelpolitur einreiben, was einen vergleichbaren Effekt hat. Eine Metallkante rückt sogar Eis zu Leibe.
  • Schneewanne. Man glaubt eigentlich nicht mehr daran, aber es gibt Orte, wo Schnee tatsächlich in so rauen Mengen fällt, dass diese nur noch mithilfe einer XXL-Schaufel beseitigt werden können. Die fassungsstarke Schneewanne wird dabei nur geschoben und ist so besonders rückenschonend.

Welches Werkzeug es auch wird – unbedingt auf die richtige Stiellänge, einen guten Griff und ein nicht zu hohes Eigengewicht achten. Nur so ist ein gesundes Arbeiten möglich!

4. Wie schiebt man gesund Schnee?

Schneeschieben ist Sport! Immerhin verbrennt eine Stunde schaufeln etwa 380 Kalorien – das entspricht z.B. 150g Tiramisu. Aber wie auf alle Sportarten sollte man sich auch aufs Schneeschieben gut vorbereiten!

  • Ein bisschen Aufwärmen schadet nicht und beugt Verletzungen vor!
  • Halten Sie Schaufel oder Besen richtig: eine Hand oben am Griff, eine Hand weiter unten am Stiel. So entwickeln sich größere Hebelkräfte.
  • Wenn möglich, den Schnee nur schieben und nicht schaufeln. Wenn er doch gehoben werden muss – immer vorwärts arbeiten und nicht mit plötzlichen Drehbewegungen oder über die Schulter werfen.
  • Richtiges Heben ist wichtig: Den Rücken gerade lassen, Arme nahe am Körper halten und aus den Knien arbeiten.
  • Niemand muss etwas beweisen – lieber nur wenig Schnee auf die Schaufel nehmen!
  • Pausen sind wichtig – strecken Sie sich zwischendurch und trinken Sie viel!
  • Zum Schluss wie beim Sport: nochmals Dehnübungen machen, um Verspannungen zu vermeiden!

5. Schneeschieben auf Schotter, Kies und Co?

Der Untergrund ist oftmals eine Hürde. Nicht immer ist alles geteert oder mit Asphalt versehen. Gehwege bestehen häufig aus Erde, Gartenwege aus Kies oder Schotter. Wie kann hier Schnee geräumt werden, ohne den halben Boden mit umzutragen?

Die Lösung liegt in der Vorgehensweise: Den Schnee bei losem Untergrund besser nur oberflächlich abtragen und den Rest dann mit Sand, Splitt oder Asche streuen. Wenn Sie noch Material (z.B. Kies) vom Weg übrig haben, können Sie auch dieses verwenden, dann fällt das beim Tauwetter gar nicht weiter auf.

Apropos Tauwetter: Auf öffentlichen Gehwegen unbedingt das Streumaterial wieder entfernen, sonst gilt das in Deutschland als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld bestraft werden!

Quelle: arbeitsbedarf24.de