Recht­liches zum Streusalz

Oft sind Anwohner verpflichtet, im Winter die Gehwege zu streuen und zu räumen. Dabei ist meist der Einsatz von Streusalz verboten. Wann und warum das gilt und wie Sie sich verhalten sollten, um auf der sicheren Seite zu sein und kein Bußgeld zu riskieren, lesen Sie hier.

Kommunen regeln das Streusalz-Verbot

Ob die Verwendung von Streusalz für Privat­personen in Ihrem Wohnort verboten ist, regelt Ihre Stadt- oder Gemein­de­ver­waltung. Entspre­chende Verord­nungen sind im Internet zu finden oder können im Rathaus erfragt werden. Meist gilt, dass der Einsatz von Streusalz dem öffent­lichen Winter­dienst vorbe­halten ist, der bei Schnee- und Eisglätte schnell für freie Straßen sorgen muss. Wer privat den Bürgersteig vor seiner Haustür räumen muss, sollte hingegen vielerorts zur Schnee­schaufel greifen und alter­native Streu­mittel verwenden.

Streusalz verboten: Warum eigentlich?

Streusalz lässt das Eis auf Straßen und Wegen zwar schnell schmelzen, es ist jedoch nicht sehr umwelt­freundlich. Sickert es in den Boden, belastet es das Grund­wasser und bewirkt, dass Pflan­zen­wurzeln schlechter wachsen, die Pflanzen daher weniger Wasser aufnehmen können und so mögli­cherweise absterben. Kommt es zu Wurzel­schäden an Bäumen, können diese umstürzen und zu Gefah­ren­si­tua­tionen führen. Auch der Straßenbelag wird durch das Salz beschädigt und Tiere, die über die salzigen Flächen laufen, können sich an den Pfoten verletzen.

Aus diesen Gründen setzt auch der Winter­dienst der Stadt oder Gemeinde meist kein reines Streusalz ein, sondern verwendet ein Gemisch aus Salz und abstump­fenden Mitteln wie Sand.

Mit diesen Alter­nativen vermeiden Sie Bußgelder im Winter

Wenn Streusalz verboten ist, riskieren Sie ein Bußgeld, wenn Sie es trotzdem verwenden und dabei vom Ordnungsamt erwischt werden. Die Höhe regelt jede Kommune für sich. Um Bußgelder zu vermeiden, sollten Sie bei Schneefall zunächst schnellst­möglich die Schnee­schaufel zum Einsatz bringen, damit der Schnee nicht festge­treten wird und sich Glätte bildet. Zum Streuen im Winter sollten Sie sich recht­zeitig einen Vorrat an abstump­fenden Streu­mitteln bereit­stellen, etwa Sand, Splitt, Granulat oder Asche.

Übrigens: Manche Kommunen erlauben den Einsatz von Streusalz in Ausnah­me­fällen ausdrücklich auch für Privat­personen, etwa bei Blitzeis.

Quelle: advocard.de